Chancen und Herausforderungen neuer Energiepflanzen

Basisanalysen

Der Bericht wertet Erkenntnisse von Deutschen und Europäischen Studien zu Potenzialen und Ausbauszenarien für Energiepflanzen aus. Ökologische und ökonomische Wirkungen von Energiepflanzen werden untersucht. Handlungsbedarf besteht bei der Umweltverträglichkeit, bei der Flächenkonkurrenz und der Zertifizierung.

Chancen und Herausforderungen neuer Energiepflanzen

In den Ökobilanzen schneidet Energie aus Holz und mehrjährigen lignozellulosehaltigen Pflanzen vergleichsweise gut ab. Biomasse für Strom und Wärme schneidet beim Klimaschutz besser ab als Biokraftstoffe. Und Biokraftstoffe aus tropischen Ländern sowie die Verfahren Biomass-to-Liquid (BtL) oder Zellulose-Ethanol (beide noch in Entwicklung) haben ein grösseres Klimaschutzpotenzial als Biodiesel aus Raps oder Bioethanol aus Mais. Zielkonflikte ergeben sich zwischen einer Optimierung der Verfahren im Hinblick auf den Klimaschutz und einer optimalen ökologischen Gesamtbilanz.

Die Pflanzenproduktion macht häufig einen Grossteil der Gesamtkosten aus. In der Regel sind Energiepflanzen heute ohne Förderung nicht wirtschaftlich. Die Produktionskosten sind international aber sehr unterschiedlich. Beim Strom schneidet die Vergasung günstig ab, bei der Wärme die Verbrennung. Die Märkte für fossile Energie, Energiepflanzen und Nahrungsmittel sind miteinander verknüpft. Energiepflanzen haben nur geringe positive Beschäftigungseffekte. Die Wirkung ist bei der Verarbeitung der Energieträger, beim Anlagenbau und Technologie-Export stärker als in der Landwirtschaft. Energiepflanzen konkurrieren mit anderen Nutzungen der Agrarflächen wie beispielsweise der Nahrungsmittelproduktion. Innerhalb der Energiepflanzen konkurriert die Strom-/ Wärmeproduktion mit den Kraftstoffen.


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Letzte Änderung 16.09.2015