Bioenergie aus Getreide und Zuckerrüben: Energie- und Treibhausgasbilanzen

Endbericht

Hauptziel der Studie ist es, vor dem Hintergrund zunehmender Flächenkonkurrenz zu analysieren, welcher Bioenergiepfad den grössten Beitrag zur Schonung erschöpflicher Energieressourcen und zur Vermeidung von Treibhausgasen leistet.

Bioenergie aus Getreide und Zuckerrüben: Energie- und Treibhausgasbilanzen

Die Energie- und Treibhausgasbilanzen wurden für vollständige Lebenswegvergleiche durchgeführt. Zur Erstellung der Ökobilanzen wurden die DIN-Normen 14040 eingehalten. Es wurden drei Verfahren zur Herstellung von Biokraftstoffen untersucht; ein etabliertes Verfahren rein aus Zuckerrüben und jeweils ein etabliertes und ein innovatives Verfahren aus Zuckerrüben und Weizen. Insgesamt ergaben sich dreizehn Szenarien mit unterschiedlichen Annahmen zu den Randbedingungen. Die Ergebnisse zeigen, dass alle analysierten Bioenergiepfade zur Schonung erschöpflicher Energieressourcen und zum Klimaschutz mehr beitragen können als fossile Energieträger. Optimierungen der Pfade sind im Bereich Energiepflanzenanbau und Biomassekonversion möglich. Zum Beispiel könnte die Prozessenergie mit Stroh oder Kurzumtriebholz bereitgestellt werden.
Bioenergiepfade mit Kuppelproduktion, welche sich auf die Flächenbelegungen auswirken, schonen unerwartet stark den Verbrauch erschöpflicher Ressourcen und vermeiden Treibhausgasemissionen. Kuppelprodukte sind Nebenprodukte, welche anstelle von herkömmlichem Futtermittel verwendet werden, weshalb diejenigen Produktionsflächen eingespart werden. Die Ergebnisse können nur auf die untersuchten Fälle in Deutschland angewendet und nicht für andere Biokraftstoffe wie Biodiesel oder Biogas verallgemeinert werden. Die Untersuchungen sind jedoch hilfreich für eine Diskussion über Ökobilanzen zu Bioenergie im Allgemeinen und zu Biokraftstoffen im Speziellen.


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Letzte Änderung 16.09.2015