Nachhaltige Kompostwirtschaft in der Landwirtschaft

Grundlagen der guten fachlichen Praxis

Das Ziel des Abschlussprojektes Kompost-Anwendungsversuche des landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg ist es, eine umfassenden Untersuchung und Auswertung von Kompostversuchen vorzunehmen, um alle pflanzenbaulichen, bodenkundlichen und vor allem ökologischen Aspekte der langjährigen Kompostanwendung zu prüfen.

Nachhaltige Kompostwirtschaft in der Landwirtschaft

Mit einem einheitlichen Versuchskonzept an fünf Standorten wurden über neun bis zwölf Jahre die positiven Wirkungen und die Risiken der Kompostanwendung unter konkreten Bedingungen untersucht. Die Auswertung der Daten zeigt, dass die positive Wirkung des Komposts im Vergleich zum Kunstdünger erst nach regelmässigen Kompostgaben über längere Zeiträume zutage tritt. Dabei haben sich deutlich positive Effekte auf die Humusanreicherung im Boden gezeigt. Die Kompostdüngung hat im Weiteren auch positive Auswirkungen auf die Bodenstruktur, den Wasserhaushalt und die Bodenbiologie. Die Düngebilanzen von Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium sind bei genügend grossen Gaben immer positiv. Somit werden die Bodenfruchtbarkeit allgemein und letztendlich auch der Ernteertrag gefördert.

Die Risiken der Kompostanwendung sind insgesamt gering und kalkulierbar. Die Schwermetallakkumulation ist nachrangig. Als ein Risiko mit gewisser Relevanz ist die N-Mineralisierung zu nennen. Insgesamt haben die Untersuchungen gezeigt, dass Kompost der beste Dünger aus organischen Ressourcen ist. Im Weiteren ist die Kompostanwendungen wichtig, um die Stoffkreisläufe zu schliessen, insbesondere wegen der endlichen Ressource Phosphor und den steigenden Energiekosten für die Stickstoffproduktion.


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Letzte Änderung 16.09.2015