Nutzungskonkurrenzen bei Biomasse
Auswirkungen der verstärkten Nutzung von Biomasse im Energiebereich auf die stoffliche Nutzung in der Biomasse verarbeitenden Industrie und deren Wettbewerbsfähigkeit durch staatlich induzierte Förderprogramme
Die Studie hat die Analyse und Bewertung des technisch nutzbaren Biomassepotenzials in Deutschland zum Ziel. Zusätzlich wird der Einfluss der Förderung der Biomassenutzung im Energiebereich auf die Nutzungskonkurrenz untersucht. Die Studie liefert Erkenntnisse zur Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Biomasse-Industrie im Non-Food Bereich.
- Autor: Arnold Karin, Bienge Katrin, Borbonus Sylvia, Bringezu Stefan, Fischedick Manfred, Kristof Kora, Ramesol Stephan, Ritthoff Michael, Schlippe Heidrun, Schütz Helmut, von Geibler Justus
- Herausgeber: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
- Jahr: 2008
- Seitenzahl: 253
- Link zum Dokument
- Hits: 7906

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der zunehmenden Nutzung von Biomasse wurde für Biodiesel, Getreide und Holz untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Biodiesel aus Rapsöl keine kosteneffiziente Klimaschutzstrategie darstellt. Einerseits mindern steigende Preise für den Rohstoff die Wirtschaftlichkeit und andererseits sinken die Preise der Nebenprodukte wie Glycerin durch das vergrösserte Angebot. Der Preisanstieg für Getreide geht auf den weltweiten Anstieg der Nachfrage sowie schlechte Ernten zurück. Die Begrenztheit der Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital führen zu einer Konkurrenz zwischen Lebensmittelproduktion und Biomasse im Energiebereich. Auch der Preisanstieg für Industrieholz (z.B. Holzschnitzel) ist auf eine gestiegene Nachfrage zurückzuführen. Eine zusätzliche Nachfrage wird durch die subventionierte energetische Nutzung dieser Produkte generiert.
Um die klima- und ressourcenpolitischen Ziele der Bundesregierung nicht zu gefährden, bedarf es korrigierender Massnahmen bei der Ausgestaltung politischer Zielsetzungen. Dies betrifft die Überprüfung des angestrebten, vorgeschriebenen und geförderten Einsatzes von Energiepflanzen und Biokraftstoffen. Die bislang geltenden Biokraftstoffquoten von 12-15% des Biokraftstoffquotengesetzes sollten keinesfalls erhöht werden, weil grosse Mineralunternehmen zur Erfüllung der Quote vermehrt auf Importprodukte aus Palmöl und Soja zurückgreifen würden.
Zum Seitenanfang
Letzte Änderung 16.09.2015
Populärste Dokumente:
Aktuelle Dokumente:
Bestand der Literaturdatenbank:
Rechtliche Grundlagen: 8
Statistiken: 16
Wegleitungen: 28









