Prozessintegrierte und energieoptmierte Systemlösungen in der Milchindustrie

Veränderte Rahmenbedingungen in der Produktion und der Energieversorgung ermöglichen in der Milchindustrie Systemlösungen in der Wasser- und Abwassertechnik, die sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile vereinigen. Eine prozessintegrierte Technik arbeitet Flüssigkeitsströme direkt in der Produktion auf und vermindert dadurch den Reststoffanfall. Die Biogaserzeugung aus der anaeroben Umsetzung höher konzentrierter Produktionsrückstände leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiebilanz.

Prozessintegrierte und energieoptmierte Systemlösungen in der Milchindustrie

Anhand von drei ausgeführten Projektbeispielen wird gezeigt, wie zwei Trends die Wassertechnik in der Milchindustrie prägen. Prozessintegrierte Lösungen vermeiden Abwasseremissionen direkt am Entstehungsort und führen zu unmittelbarem Recycling in der Produktion. Dies wird z.B. durch Laugen- oder auch Spülwasseraufbereitung erreicht, welche meist mit dem Membranverfahren erfolgen. Die Energiesituation vieler Betriebe macht darüber hinaus die energetische Nutzung organisch belasteter Abwasserströme und Reststoffe in Anaerobreaktoren zur Biogasproduktion immer vorteilhafter. Vor allem Molke und Molkepermeat sind attraktive Energiesubstrate, die sinnvoll genutzt werden können. Flankierende Massnahmen zur Wärmerückgewinnung verbessern darüber hinaus die energetische Gesamtbilanz solcher Anlagen. Als meistgenutzte Option der Biogasverwertung bietet sich die Verbrennung in Kesseln zur Erzeugung von Heissdampf an, der als universelle Energiequelle in Molkereien genutzt wird.

Ein Beispiel aus Israel zeigt, wie Abwasser entsalzen und so das Gesamtabwasser um 20% gesenkt werden kann. Das Beispiel aus Schweden zeigt auf, wie aus den Reststoffen Molkeprotein-Konzentrat hergestellt wird und das Abwasser in einer Biogasanlage verwertet wird. Beim dritten Beispiel werden nur die Fette in einer Biogasanlage verwertet, welche vom Abwasser getrennt werden.


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Letzte Änderung 16.09.2015