Landwirtschaftliche Co-Vergärungs-Biogasanlagen

Biogas aus organischen Reststoffen und Energiegras

Der Artikel beschreibt die Vorteile der Co-Vergärung von organischen Reststoffen und Energiegras in bestehenden Biogasanlagen. Der Artikel beleuchtet die Sachlage aus technischer Sicht. Die möglichen Mehrerträge der verwendbaren Substrate, Probleme der Schadstoffbelastung und technische Voraussetzungen sind angeführt. Anhand zweier schweizer Beispielbetriebe gelingt ein praktischer Einblick.

  • Herausgeber: Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT)
  • Jahr: 1998
  • Seitenzahl: 11
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Landwirtschaftliche Co-Vergärungs-Biogasanlagen

Der Einsatz von Co-Substraten in Biogasanlagen hat vor allem Ertragsvorteile. Der Gasertrag aus Co-Substrat ist um ein vielfaches höher als der Ertrag aus reiner Gülle. Wird ein Gasertrag von 25-36m3 pro Tonne bei frischer Gülle angenommen, liefert Altfett etwa 800m3 – das entspricht dem 20-30-fachen. Für die Verwendung von Co-Substraten gelten strengere gesetzlichen Auflagen, denn mit den Co-Substraten werden dem System auch weitere Schad- und Nährstoffe zugefügt. Dies muss bei der Ausbringung der Substrate als zusätzliches Düngemittel bedacht werden.

Die Beimengung ist bis auf wenige Ausnahmen ohne bauliche Massnahmen möglich. Schwimmschichtbildende Substrate wie Panseninhalt oder Grassilage erfordern weiterer Einrichtungen zur Verhinderung der Schichtenbildung im Fermenter. Je nach Aggregatzustand müssen technische Vorrichtungen für die Vorbehandlung des Substrates installiert werden, um die Oberfläche des Materials und damit die Reaktionsfähigkeit zu erhöhen.

Die Co-Vergärung bietet einen beträchtlichen finanziellen Mehrertrag, der die Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage erhöht. Dabei bilden die Einnahmen durch die Verarbeitung gebührenpflichtiger Stoffe den Hauptteil.

Schlagworte: Biogasanlage Biogas

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Letzte Änderung 16.09.2015