Sicherheitsregeln für landwirtschaftliche Biogasanlagen

Stand der Technik 1998 für die Praxis

Die Sicherheitsregeln richten sich an Planer, Anlagebauer und –betreiber. Das Ziel ist es, die minimalen Sicherheitsanforderungen für den Bau, Betrieb und Unterhalt von Biogasanlagen auf landwirtschaftlichen Betrieben festzulegen sowie einfach und praxisgerecht darzustellen.

Sicherheitsregeln für landwirtschaftliche Biogasanlagen

Der Bericht geht auf wesentliche Grundlagen im Bereich Biogasanlagen ein und definiert wichtige Begriffe. Ausserdem werden die Zusammensetzung und Eigenschaften von Biogas analysiert, sowie die Funktionsweise einer landwirtschaftlichen Biogasanlage erklärt. Anschliessend werden die Sicherheitsregeln bzw. der im Jahr 1998 aktuelle Stand der Technik für folgende Anlageteile erläutert: Gärbehälter, Gasspeicher, Lagerbehälter, Armaturen und Sicherheitselemente, elektrische Installationen, Gasmotor- und Heizkesselräume, Gasfackel oder zusätzliche Verwertungseinrichtungen. Ebenfalls werden die Grundsätze für einen sicheren Betrieb beschrieben.

Um Brände und Explosionen vorzubeugen müssen Brandabschnitte ausgebildet sowie Massnahmen zum vorbeugenden und konstruktiven Explosionsschutz getroffen sein. Gärbehälter und Gasspeicher sind mit einer Blitzschutzanlage zu versehen. Sicherheitsabstände zu Gärbehältern variieren je nach Material und Bauart des Behälters zwischen 5 bis 20 m. Vor der Inbetriebsetzung haben die zuständigen Bewilligungsinstanzen die Biogasanlage abzunehmen. Sicherheitseinrichtungen sind periodisch auf ihre Funktion zu überprüfen und Betrieb und Unterhalt dürfen nur zuverlässigen, mit dieser Arbeit vertrauten Personen übertragen werden. Der Anlagenhersteller hat zudem genaue Bedienungs- und Wartungsvorschriften zu erstellen.


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Letzte Änderung 16.09.2015