Belüftungsheu in Mischrationen für Milchkühe

Verzicht auf Belüftungsheu spart Arbeitszeit und Kosten im Silobetrieb

Der landwirtschaftliche Fachartikel befasst sich mit der Zusammenstellung der Futterration für Milchkühe. Dabei werden Betriebe unterschiedlicher Bestandesgrössen im Feldversuch auf die Auswirkungen einer Rationsumstellung untersucht. Im speziellen begutachtet man die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen (1) unterschiedlicher Schnittlängen des Heus, (2) den Ersatz von Belüftungsheu durch andere Futtermittel und (3) unterschiedliche Silierprozesse bezüglich des Arbeitsaufwandes.

Belüftungsheu in Mischrationen für Milchkühe

Es werden für den Versuch Milchviehbestände mit 20, 40 und 60 Tieren untersucht. Das Futter wird den Tieren ad-libitum (nicht portioniert/ausreichend) angeboten. Im Testverfahren werden drei Rationen verglichen. Davon enthält eine der Rationen Belüftungsheu. In den beiden anderen Rationen wird dieses mit trockener Grassilage und Luzerneheu substituiert.
Es wird festgestellt, dass der Arbeitsaufwand von der Betriebsgrösse abhängig ist. Der Einsatz von Belüftungsheu ist für den Betrieb mit 20 Tieren am arbeitsintensivsten. Der Arbeitsaufwand ist jedoch im Betriebsvergleich auch abhängig von der Siliertechnik (Lagerung im Hoch- oder Flachsilo oder als Ballen). Die Lagerung in Ballenform verursacht die niedrigsten Kosten unabhängig von der Betriebsgrösse. Am Versuchsbetrieb wurde in der Luzerneheu-Ration das Luzerneheu zugekauft. Dies war zugleich die teuerste Variante. Im Hinblick auf Zuwächse der Milchleistung kann wirtschaftlich keine bestimmte Ration als Pauschallösung bestechen. Abhängig vom Betrieb und dessen baulichen und technischen Ressourcen muss immer ein Einzelurteil über die Rationsgestaltung gefällt werden.


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Letzte Änderung 16.09.2015