Auswirkungen zunehmender Biomassenutzung (EEG) auf die Artenvielfalt

Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für den Schutz der Vögel der Agrarlandschaft

Auf Versuchsflächen in Norddeutschland werden die Auswirkungen des zunehmenden Anbaus von Energiepflanzen auf die Fauna eruiert. Als Indikator hierfür dienen die Vögel, weil diese auf Veränderungen in der Umgebung direkt reagieren. Das Projekt wird 2007 vom deutschen Bundesministerium für Umwelt gefördert.

Auswirkungen zunehmender Biomassenutzung (EEG) auf die Artenvielfalt

Für die Dokumentation der Auswirkungen der Intensivierung des Energiepflanzeanbaus werden auf 800 ha Ackerland Energiepflanzen angebaut. Als Vergleichsbasis dient eine Fläche von 50 – 100 ha Grösse, die herkömmlich bewirtschaftet wird. Insgesamt wird auf über 1000 ha das Vorkommen der Agrarvögel ermittelt. Auf den untersuchten Flächen wurden 36 Vogelarten nachgewiesen. Davon nutzen 17 Arten die Flächen zur Brut, die restlichen Arten als Nahrungsgrundlage. Es wird in einer Reihe von Begehungen die Anzahl der vorhandenen Vögel auf den Flächen notiert. Aus den Ergebnissen formulieren die Autoren die Eignungen der Bepflanzung als Habitat für die betreffenden Vögel.

Die Untersuchungen zeigen, dass die (intesive) Landwirtschaft der entscheidende Faktor für den Rückgang der Vögel ist. In den Versuchen werden die Vögel in Gruppen bezüglich ihrer Ansprüche an die Ackerflächen eingeteilt: Einige Vogelarten nutzen die Flächen zur Brut, andere nur zum als Nahrungsgrundlage. Bei der ersten Gruppe sollten, so die Empfehlung, der Brutzeitpunkt sowie die Brutdauer in der Flächenbewirtschaftung beachtet werden. Die Brut ist – je nach Vogelart – zwischen März und Mai und dauert in der Regel zwei Wochen.

Als Energiepflanze wird am häufigsten Mais verwendet. Er stellt mit seiner Bestandescharakteristik einen guten Lebensraum und Brutplatz dar, jedoch werden die Gelege durch die häufigen Arbeitsgänge zerstört.


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Letzte Änderung 16.09.2015