Thermische Nutzung von anspruchsvollen Biomassebrennstoffen

Versuche Herbst 2006

Die Verwendung von Biomasse zur Energieerzeugung wird in Zukunft aus ökologischen wie ökonomischen Gründen immer wichtiger. Im Jahr 2006 werden vor allem Holz und Holzprodukte verbrannt, jedoch gibt es eine Reihe weiterer Rohstoffe, die sich dafür eignen. In dieser Versuchsreihe werden alternative Biomassebrennstoffe in einem modifizierten Hackschnitzelbrenner mit verbrannt. Die praktische Eignung zur Verbrennung, sowie das Ergebnis der Emissionsmessungen werden analysiert.

Thermische Nutzung von anspruchsvollen Biomassebrennstoffen

Im Feldversuch wird die Verbrennung alternativer Biomassebrennstoffe erprobt. Das grosse Angebot umfasst unter anderem Gräser, Schilf, Ernterückstände, Getreidebruch, Tabak, Müllereiabgang, Holzschnitt, Pferdemist sowie Pilzkompost. Jeder Brennstoff bedarf spezieller Vorbereitung auf die Verbrennung. Zur aussagkräftigen Versuchsdurchführung wurde eine Hackschnitzelanlage mit einer Emissionsmessung ausgestattet und die Beschickung der Anlage für die alternative Nutzung optimiert. Zudem ist der Brennraum mit einem gekühlten Rost ausgestattet, der die Schlackenbildung minimiert. Es werden Verbrennungsversuche mit Pferdemist/Holz, Pferdemist/Getreideabgang, 100% Getreideabgang, Pilzkompost/Holz, Pferdemist/Hackschnitzel/Riedstreu und Hackschnitzel/Riedstreu durchgeführt.

Die Versuche zeigen einerseits die Eignung der Anlage zur Verfeuerung der genannten Brennstoffe, andererseits die Eignung der Brennstoffe zur thermischen Nutzung auf. Die Beschickung der Anlage erfüllt die Anforderung heutiger Betriebsanforderungen nicht. Für den Dauerbetrieb darf der Anteil schwieriger Biomasse nicht höher als ¼ sein. Getreideabgang und Pilzkompost können alleine (ohne Holz) verfeuert werden. Die Emissionsmessung ergibt bei allen Brennstoffen eine Rohgasbelastung in der Grössenordnung der Verbrennung natur belassener Hackschnitzel.


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Letzte Änderung 16.09.2015