Klein-Biogasanlagen in der Landwirtschaft

Schlussbericht

Im Rahmen der Studie wird die Realisierbarkeit von landwirtschaftlichen Kleinbiogasanlagen in der Schweiz untersucht. Dazu wird eine standardisierte Klein-Biogasanlage entworfen, welche den heutigen gesetzlichen und wirtschaftlichen Ansprüchen genügt. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für die entworfene Anlage wird durchgeführt.

Klein-Biogasanlagen in der Landwirtschaft

Durch den Bau von landwirtschaftlichen Kleinbiogasanlagen kann das Energiepotential des Hofdüngers genutzt werden. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung gilt für eine Modellanlage mit folgenden Eigenschaften. Die Anlagen sollen mit möglichst geringen Mengen an Co-Substraten betrieben werden. Dadurch ist die Anlage wirtschaftlich weniger abhängig, es fallen weniger Transporte an und die Investitionskosten sind tiefer, da kein Feststoffeintrag und keine Separierung bzw. Kompostierung benötigt wird. Durch die Vergärung ohne Co-Substrat erhöhen sich die Endproduktmengen nur wenig, weshalb in der Regel auf neue Endlager verzichtet werden kann. Sämtliche vergärte Nährstoffe sollen auf den betriebseigenen Flächen eingesetzt werden können. Aufgrund Erkenntnissen aus Umfragen bei und Besuchen von Landwirtschaftsbetrieben mit Biogasanlagen sowie diversen Lieferanten wurden zwei Musteranlagen entworfen, welche sich vorwiegend im Fermentervolumen unterscheiden.
Aus der Studie geht hervor, dass die Rahmenbedingungen für Kleinbiogasanlagen nach wie vor sehr schlecht sind. Nur eine deutliche Erhöhung der Stromeinspeisegebühren könnte einen rentablen Betrieb der Anlagen ermöglichen. Gaseinspeisung ins Erdgasnetz und ausschliessliche Wärmeproduktion sind heute bei Kleinanlagen kaum wirtschaftlich realisierbar. Das grösste Potenzial zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit liegt in der Senkung der Investitionskosten, welche trotz der kleinen Anlagegrösse relativ hoch sind. Durch eine Standardisierung der Klein-Biogasanlage könnten die Planungskosten entscheidend reduziert werden


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Letzte Änderung 16.09.2015