How much bioenergy can Europe produce without harming the environment?

Die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien bietet Europa die Möglichkeit Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Energieversorgung zu sichern. Die Produktion von erneuerbaren Energieträgern wirkt sich jedoch teilweise negativ auf die Biodiversität im Ackerland und Wald sowie auf den Boden und den Wasserhaushalt aus.

How much bioenergy can Europe produce without harming the environment?

Das Ziel dieses Reports ist festzustellen, wie viel Biomasse theoretisch produziert werden könnte, ohne die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu erhöhen. Als Erstes werden auf europäischer Ebene Umweltkriterien für die Produktion von Bioenergie entwickelt. Diese fliessen danach in die Modellierung des Primärpotenzials von Bioenergie aus der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Abfall ein. Weitere Annahmen für die Szenarienbildung werden aus dem "European environment outlook" der EEA entnommen.
Das umweltverträgliche Potenzial von Biomasse ist beträchtlich. Die Autoren sehen bei der Primärbiomasse ein Steigerungspotenzial von 105 Mio. t Ölequivalente (MtOe) zwischen 2010 und 2030. Das Bioenergiepotenzial im Jahr 2030 beträgt 15-16% des gesamten Primärenergiebedarfs der EU-25 im Vergleich zu 4% im Jahr 2003. Der Hauptgrund für die Produktionssteigerung liegt bei der Liberalisierung des Agrarsektors und somit der Erschliessung neuer Flächen für die Biomasseproduktion. Kurzfristig steckt das grösste Energiepotenzial von 100 MtOe im Bereich Abfall (insbesondere Agrarabfälle, Haushaltsabfälle, Abwasser). Die grössten Potenziale bei der Energiegewinnung aus Abfall haben Frankreich und Deutschland. Langfristig stecken die grössten Potenziale bei der Biomasseproduktion aus der Landwirtschaft in den Ländern Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, UK, Litauen und Polen. Das geschätzte Potenzial aus der Forstwirtschaft ist während der untersuchten Periode beinahe konstant.


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Letzte Änderung 16.09.2015