Gesellschaftliche Leistungen der biologischen Landwirtschaft

In diesem Bericht werden die wissenschaftlichen Ergebnisse nationaler und internationaler Studien zu den gesellschaftlichen Leistungen des Biolandbaus zusammengefasst. Als Referenzen werden die konventionelle wie auch die integrierte Landwirtschaft herangezogen. Es ergeben sich für die verschiedenen Landwirtschaftsmethoden klare Unterschiede, die bei agrarpolitischen Massnahmen berücksichtigt werden müssen.

Gesellschaftliche Leistungen der biologischen Landwirtschaft

Der biologische Landbau hat beträchtliche Vorteile gegenüber anderen Landbausystemen bei der Vermeidung negativer Externalitäten. Er zeichnet sich aus durch: erhöhte Biodiversität, verbesserten Schutz des Bodens, wirksame Vermeidung von Umweltbelastungen, effiziente Nutzung von natürlichen Ressourcen, geringen Verbrauch nicht erneuerbarer Energie und verbessertes Tierwohl. Deutlich sind die Mehrleistungen des Biolandbaus auch im Bereich des Humusaufbaus, was eine höhere CO2-Sequestrierung zur Folge hat.

Die Förderung des Biolandbaus macht auch nach dem Grundsatz des effizienten Einsatzes von Steuermitteln Sinn und stellt eine kosteneffektive Massnahme dar. Einerseits können damit die deutlich höheren positiven Externalitäten abgegolten werden, andererseits wird die stärkere Vermeidung von negativen Externalitäten genügend berücksichtigt. Die Autoren schlagen beispielsweise eine Entgeltung für die CO2-Sequestrierung vor. Biolandbau wirkt sich nicht zuletzt positiv auf die Akzeptanz von Ökoausgleichsmassnahmen und ethologischen Massnahmen aus.


Zum Seitenanfang
Letzte Änderung 16.09.2015