Viehhaltung und Biogaserzeugung

Eine Chance für die Entwicklung landwirtschaftlicher Unternehmen.

Wegen veränderten rechtlichen und agrarpolitischen Rahmenbedingung ist die Anzahl der Biogasanlagen in Deutschland und insbesondere in Bayern stark angestiegen. Viele Biogasanlagen befinden sich in Regionen mit hohem Viehbestand. Die Fläche als Produktionsgrundlage für Futtermittel oder Substrate ist vielerorts in Konkurrenz zwischen Tierhaltung und Biogaserzeugung. In diesem Artikel werden Aspekte von Biogaserzeugung und Tierproduktion genannt, welche durchaus auch zu Synergien führen.

Viehhaltung und Biogaserzeugung

Im Artikel werden fünf positive Wechselwirkungen zwischen Tierhaltung und Biogaserzeugung näher beschrieben. Bei der Stromproduktion entsteht als Koppelprodukt Wärme. Diese Wärme kann bei der Tierproduktion, insbesondere bei der Schweine- und Geflügelhaltung, eingesetzt werden. Weitere Synergieeffekte ergeben sich bezüglich der erforderlichen Lagerraumkapazitäten für Gülle und Gärrückstände. Für das Güllelager können die Kosten auf beide Produktionszweige aufgeteilt werden. Bei geschlossenen Güllelagern verbessert sich ausserdem die Klimabilanz des landwirtschaftlichen Unternehmens im Gegensatz zur offenen Lagerung, bei der erheblichen Methanemissionen entstehen. Das Ausbringen von Gärrückständen führt zu weniger Geruchsbelästigung als Gülle. Somit können Konflikte zwischen Landwirten und Bevölkerung abgeschwächt werden. Biogasanlagen generieren zusätzliches Einkommen für Landwirte. Der Betrieb von Biogasanlagen zur Minderung des Einkommensrisikos und zu einer besseren Arbeitsauslastung beitragen. Eine Biogasanlage, die im Gemeinschaftsbetrieb geführt wird, bietet zudem folgende Vorteile: bessere Verteilung der Arbeitskapazitäten, der Investititionskapazitäten und genügend Substratflächen.


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Letzte Änderung 16.09.2015