DOK Versuch

Erträge bei halber und praxisüblicher Düngung.

Seit 30 Jahren werden im DOK-Versuch biologische und konventionelle Anbausysteme verglichen, die sich hauptsächlich in der Düngung und im Pflanzenschutz unterscheiden. Im Bericht sind die Ergebnisse der Ernteerträge zusammengestellt.

DOK Versuch

Im DOK-Versuch werden die drei Systeme biologisch-dynamisch (D), organisch-biologisch (O) und konventionell (K) sowie die beiden Zusatzverfahren konventionell nur mineralisch gedüngt (M) und ungedüngt (D0) nebeneinander angebaut. Die Parzellen D, O und K sind seit Versuchsbeginn 1978 in eine praxisübliche und in eine halbe Düngungsstufe aufgeteilt. In einer siebenjährigen Fruchtfolge wurden die Erträge von Kartoffeln, Winterweizen und Kunstwiese (1992 bis 2005) sowie von Silomais und Soja (1999 bis 2005) erfasst.
Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die praxisüblich gedüngten Bio-Systeme im Vergleich zum konventionellen Anbau durchschnittliche Erträge von 82% erreichten. In den halbgedüngten Bio-Systemen wurden durchschnittlich 74%, bei halbgedüngten konventionellen Systemen 90% der Erträge vom praxisüblichen System gemessen. Im ungedüngten, biologisch-dynamisch bewirtschafteten System konnte dank natürlicher Nährstoff-Nachlieferung des Lössbodens im DOK-Versuch noch ein Durchschnittsertrag von 50% erreicht werden. Im Mittel aller Kulturen fielen die Erträge mit der halben Düngermenge bei den Bio-Systemen um 32%, beim konventionellen System um 40% höher aus als ohne jegliche Düngung. Mit der Erhöhung der Düngermenge von halbem auf praxisübliches Niveau betrug der Ertragszuwachs bei sowohl bei den Bio-Systemen als auch beim Konventionellen lediglich 10%. Am geringsten waren die Ertragsunterschiede zwischen den Düngungsstufen bei Winterweizen mit 4 bis 7%, am höchsten bei Kartoffeln mit 17 bis 20 %.


Zum Seitenanfang
Letzte Änderung 16.09.2015