Raps

Die Königsdisziplin im Bioackerbau.

In der Schweiz gibt es eine wachsende Nachfrage nach Bioraps. Dank den Subventionen können ähnlich hohe Deckungsbeiträge erwirtschaftet werden wie mit Weizen. Um das Anbaurisiko zu minimieren, deckt dieser Artikel verschiedene Stolpersteine auf.

Raps

Obwohl Raps ein wichtiges Fruchtfolgeglied zur Auflockerung getreidebetonter Fruchtfolgen ist, haben im Jahr 2007 nur 85 Produzenten Bioraps angebaut. Raps hat im Vergleich zu anderen Kulturen ein hohes Anbaurisiko. Bei einem derzeitigen Preis von 160 Franken pro Dezitonne und dem Anbaubeitrag von 1500 Franken kann ein mit Weizen vergleichbarer Deckungsbeitrag erwirtschaftet werden.

Als Vorfrucht für Raps eignen sich Kunstwiese, Körnerleguminose oder Getreide. Eine oder zwei Unkrautkuren vor der Saat reduzieren den Unkrautdruck während der langen Kulturzeit des Rapses. Eine frühe Aussaat in der zweiten Augusthälfte ist besser als eine späte Saat. Zur Aussaat kommen die zwei Techniken Breitsaat und Reihensaat in Frage. Zur Unkrautregulierung ist der Striegeleinsatz häufig wenig wirksam. Raps kann wegen der geringen Saattiefe nicht blind gestriegelt werden. Eine Alternative zur mechanischen Unkrautregulierung ist das Unkraut mit Hilfe von Untersaaten zu unterdrücken. Untersaatkulturen mit verschiedenen Kleesorten und Leindotter werden getestet. In der Schweiz gibt es zuwenig eignes Biosaatgut. Da Raps sehr anfällig auf GVO-Verunreinigungen (Gentechnisch veränderte Organismen) ist, muss ein Mindestabstand von 600m zu anderen Feldern eingehalten werden. Die schlimmsten Schädlinge von Raps sind Schnecken und Erdflöhe kurz nach der Saat. Für die Bekämpfung von Erdflöhen werden derzeit Versuche mit Gesteinsmehl durchgeführt.


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Dernière modification 16/09/15