Ökobilanz und Wirtschaftlichkeit ökologisch wirtschaftender Milchviehbetriebe mit unterschiedlicher Fütterungsintensität und Produktionsstruktur

Die Studie zeigt die Umweltauswirkungen von verschiedenen Fütterungsintensitäten in der ökologischen Milchviehwirtschaft. Die untersuchten Wirkungskategorien sind Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen, Gewässerschutz, Bodenschutz, Biodiversität, Tiergerechtheit und Milchqualität.

Ökobilanz und Wirtschaftlichkeit ökologisch wirtschaftender Milchviehbetriebe mit unterschiedlicher Fütterungsintensität und Produktionsstruktur

Ziel der Untersuchung ist die Analyse von Umweltwirkungen und Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Typen von ökologisch wirtschaftenden Milchviehbetrieben in Deutschland. Im Vordergrund stehen dabei die Auswirkungen unterschiedlicher Fütterungsintensitäten. Für die Untersuchung wurden sechs modellhafte Betriebstypen formuliert, um die Bandbreite der ökologischen Produktionssysteme abzubilden.
Die intensive Fütterung bewirkt sich bezüglich Treibhausgasemissionen positiv aus. Bei Ackerbaustandorten zeigen sich sogar im Bereich Energieverbrauch positive Resultate. Auf Ackerbaustandorten ist intensive Fütterung in ökologisch vertretbarer Weise möglich, wenn das Stickstoff-Emissionsrisiko minimiert werden kann. Auf Grünlandstandorten ist extensivere Produktion aus ökologischer Sicht vorzuziehen. Massgeblich ist ein begrenzter Kraftfutterimport je Flächeneinheit. Intensiv fütternde Betriebe sind grösser und produzieren zu geringeren Stückkosten als extensiv fütternde Betriebe. Extensiv fütternde Betriebe haben ihre ökologischen Stärken vor allem im biotischen Bereich. Die Treibhausgasemissionen sind insbesondere bei der Grundfuttertrocknung kritisch zu beurteilen. Die Mehrkosten der Milchproduktion mit extensiver Fütterung sind mit entsprechenden Vermarktungsmöglichkeiten wettzumachen. Optimierungspotenzial bei diesen Betriebstypen besteht in der Kontrolle der Grundfutterqualität und in der Arbeitswirtschaft.


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Letzte Änderung 16.09.2015