2nd Generation Biogas: Methan aus Holz – Strategie und Policy-Analyse

Bericht Subtask 5.3 im Rahmen des CCEM-Projektes “2nd Generation Biogas"

  • Herausgeber: Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG)
  • Jahr: 2009
  • Seitenzahl: 78
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Inhalt: Die 2. Technologiegeneration Biogas zeichnet sich dadurch aus, dass mittels Vergasung von Biomasse und einem anschliessenden Veredelungsprozess Bio-SNG (synthetisches Erdgas) erzeugt wird. In der vorliegenden Untersuchung geht es um die Methangewinnung aus Holz mittels katalytischer Methanierung. Ziel ist es, für die Schweiz relevante Kombinationen von technologischen Designs, organisatorischen Aufgaben und Akteuren im Hinblick auf die “Methan aus Holz“-Technologie zu beleuchten. Die Studie bettet sich in das Forschungsprojekt “2nd Generation Biogas“ des CCEM (Competence Center for Energy and Mobility of the ETH Domain) ein.

Zusammenfassung: Der Bericht legt die grundlegende Bedingungen für die Schweiz für das aufkommende Innovationsfeld der “Methan aus Holz“-Technologie dar. Dabei werden Rahmenbedingungen (Policy, Institutionen) und strategische Ausrichtungen verschiedener Organisationen wie Strom- und Gasversorger oder holzverarbeitende Betriebe analysiert. Angesprochene Fragen sind: Wie sehen potentielle, organisatorische Kombinationen aus? Welches sind zentrale Einflussfaktoren? Welche Betreibermodelle erscheinen vielversprechend?
Die Autoren ziehen das Fazit, dass prinzipiell die Bedingungen für eine Technologieumsetzung in der Schweiz vorhanden sind. Für ein wirklich förderliches Umfeld zugunsten von Bio-SNG-Anlagen bestehen aber noch einzelne Schranken: Zum einen berücksichtigt die KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung) nur die Stromerzeugung und nicht die Biogasherstellung aus erneuerbaren Energien. Zum anderen werden aufgrund des Holzenergie-Booms der letzen Jahre bereits substantielle Mengen an Energieholz zugunsten konventioneller Verbrennungstechnologie verwendet. Diese ist im Vergleich zur “Methan aus Holz“-Technologie weniger effizient. Trotzdem scheinen die Chancen für eine Realisierung dieser neuen Technologie intakt. Bei SNG-Anlagen besteht aufgrund des geringeren Wärmeanteils auf der Produktseite eine höhere Flexibilität (Gas für Fahrzeuge, WKK-Anlagen oder Heizungen). Die hohen Transportkosten in der Schweiz legen es nahe, regionale Verwendungszwecke (z.B. im Umfeld eines Holzverarbeitungsbetriebes) zu betonen.


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Letzte Änderung 16.09.2015