Einsatz von Gärresten aus der Biogasproduktion als Düngemittel

Gärreste aus Biogasanlagen werden auf landwirtschaftlichen Flächen zur Nährstoffversorgung der Kulturen ähnlich wie der Wirtschaftsdünger Gülle ausgebracht. Durch den Gärprozess entstehen jedoch qualitative und quantitative Veränderungen der Inputsubstanz, weshalb die fach- und umweltgerechte Ausbringung auf den Feldern angepasst werden muss. Das vom Biogasforum Bayern erstellte Dokument bespricht auf ein paar wenigen Seiten aus Untersuchungen gewonnene Erkenntnisse und wichtige Punkte bei der Verwendung von Gärresten als Düngemittel.

  • Herausgeber: Biogasforum Bayern; Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und Landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V. (ALB Bayern)
  • Jahr: 2009
  • Seitenzahl: 9
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Einsatz von Gärresten aus der Biogasproduktion als Düngemittel

Das Dokument macht Angaben zu den stofflichen Eigenschaften der Gärreste, zur umweltgerechten Ausbringung des Gärsubstrats als Dünger und zum Nährstoffkreislauf. Dazu werden für Deutschland geltende Vorschriften der landwirtschaftlichen Düngung aufgeführt.
Untersuchungen von Praxisbetrieben zeigen, dass die Nährstoffgehalte der Gärrückstände stark schwanken. Somit sind für eine pflanzenbaulich und umweltgerechte Verwertung des Gärsubstrates betriebsspezifische Untersuchungen unerlässlich. Von besonderer Bedeutung ist der durch den Abbau organischer Substanz steigende, sofort für Pflanzen nutzbare Stickstoff. Aus Versuchen geht hervor, dass der durch den Gärprozess gestiegene Ammoniumanteil am Gesamtstickstoff sofort pflanzenverfügbar ist und in seiner Wirkung mit Mineraldünger verglichen werden kann. Wichtig ist die Kontrolle der Stoffflüsse anhand von sogenannten Nährstoffbilanzierungen, da ein unausgeglichener Nährstoffsaldo einerseits zu Umweltbelastungen führen und andererseits den Abbau von Vorräten bedeuten kann.


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Letzte Änderung 16.09.2015