Wirtschaftsdünger Anfall, Lagerung, Verwertung, Umwelt

Dieser Praxisratgeber illustriert die wichtigsten Eigenschaften, sowie Vor-und Nachteile verschiedener Wirtschaftsdünger im Hinblick auf deren Anfall, die Lagerung, Verwertung und die Umwelt. Die Daten sind aus dem Blickwinkel der EU dargestellt und enthalten auch einige für Österreich spezifischen Zahlen.

Wirtschaftsdünger Anfall, Lagerung, Verwertung, Umwelt

Als Wirtschaftsdünger werden organische Substanzen bezeichnet, die in der Land- und Forstwirtschaft anfallen und zur Düngung eingesetzt werden. Traditionell wurde Stallmist zur Nährstoffergänzung und der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit eingesetzt. Heute werden aus ökonomischen und arbeitswirtschaftlichen Gründen zunehmend Flüssigmistverfahren und Mineraldünger eingesetzt. Wirtschaftsdünger weisen je nach Art und Zusammensetzung unterschiedliche Eigenschaften bezüglich Fließfähigkeit, Nährstoffgehalt und Humusbildungspotenzial auf. Daraus werden einige Empfehlungen für den Wirtschaftsdüngereinsatz im Grün- und Ackerland abgeleitet. Die Vor– und Nachteile der zwei Wirtschaftsdüngersysteme -Stallmist und Gülle- werden für die folgende Punkte beleuchtet: Lagerung, Behandlung, Humus- und Düngewirkung, Ausbringungstechniken und Nährstoffgehalte.

Die Behandlung der Wirtschaftsdünger soll die Fließ- bzw. Streufähigkeit sowie die Nährstoffausnutzung verbessern und die gasförmigen Stickstoffverluste sowie Geruchsemissionen verringern. Die verschiedenen Verfahren sind für die unterschiedlichen Wirtschaftsdünger illustriert. Die Wirtschaftsdünger unterscheiden sich stark in der Humusbildungswirkung. Die Stallmistvariante bewirkt die stärkste Humusanreicherung, während die Mineraldüngung höhere Erträge bringt und so den Humusgehalt über die Ernte- und Wurzelrückstände zu erhöhen vermag.

Wirtschaftsdünger unterscheiden sich im Nährstoffgehalt und vor allem in der Stickstoffwirkung. Die Mineralisierung (Nitrifikation) läuft im Boden bei Wirtschaftsdüngen wie auch bei Mineraldüngern gleich ab. Wirtschaftsdünger enthalten jedoch keinen Stickstoff in Form von Nitrat und zeigen daher deutliche Unterschiede hinsichtlich der N-Verfügbarkeit.


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Letzte Änderung 16.09.2015