Algae – The Future for Bioenergy?

Summary and conclusions from the IEA Bioenergy ExCo64 Workshop

Diese Publikation ist eine Zusammenfassung des Workshops „Algae – The Future for Bioenergy“ der in Liege, Belgien am 1. Oktober 2009 anlässlich des Vorstandtreffens der IAE Bioenergy stattfand. Ziel des Workshops war es, neue Erkenntnisse über die Potenziale der Energieproduktion mit Algen zu gewinnen, den aktuellen Stand zu evaluieren und die Herausforderungen bezüglich Forschung und Vermarktung zu identifizieren.

Algae – The Future for Bioenergy?

In den letzten Jahren sind Algen als nachhaltige Energiequelle zurück ins Zentrum des Interesses gerückt. Algen bieten grosse Potenziale aufgrund ihrer hohen Produktionsrate von Biomasse und der geringen Konkurrenz um andere Landnutzungen. Es gibt jedoch noch keinen Konsens darüber, wie Algen für die Energieproduktion optimal genutzt werden können. Wichtige Fragen zu den erwarteten Kohldioxideinsparungen, Kosten, zu überwindende Hemmnisse (technischer oder nicht-technischer Natur) wurden im Workshop angegangen.
Die Vorteile der Nutzung von Algen zur Energieproduktion liegen auf der Hand: Algen können zu einer breiten Palette von chemischen Zwischenprodukten genutzt werden, die in Biotreibstoffe umgewandelt werden können. Mikroalgen bieten zum Beispiel ein attraktives Ausgangsmaterial für die Produktion von Ölen mit hohem Energiegehalt. Sie können aufgrund der schnellen Wachstumsraten in derselben Zeit 10-100mal mehr Öl produzieren als Landpflanzen, die zur Pflanzenölproduktion eingesetzt werden. Sie gedeihen auf nicht-urbarem Land, erfordern demzufolge kein wertvolles Ackerland, und wachsen in Süß-, Brack-, Salz- und Abwasser.
Es gibt verschiedene Ansätze zur Nutzung von Algen zur Energieproduktion. Meeralgen, offene Becken und Algenreaktoren werden kurz vorgestellt. Die Nutzung von Meeralgen zur Energieproduktion kommt im Grunde genommen für alle Länder mit einer Küste in Frage. Trotzdem ist dieses Gebiet ist noch weitgehend unerforscht. In Deutschland, Dänemark, Holland und den USA ist zum Beispiel die Idee entstanden, marine Algenkulturen mit off-shore Windanlagen zu kombinieren. Ein grossflächiges Projekt in der Ostsee das zurzeit stattfindet, nutzt die Algen zweierlei: Einerseits werden damit überschüssige Nährstoffflüsse aus der Landwirtschaft abgefangen, um die Eutrophierung zu verhindern, andererseits wird die entstandene Biomasse zu Biogas verarbeitet. Die Algenproduktion in offenen Becken ist immer noch zu teuer, wenn damit ausschliesslich Bioreibstoffe produziert werden. Diese Anwendung könnte gut mit der Abwasserbehandlung kombiniert werden. Nach geeigneten Algensorten wird immer noch gesucht. Geschlossene Systeme wie Algenreaktoren sind noch nicht wirtschaftlich. Eine wichtige Erkenntnis des Workshops ist die Notwendigkeit von weiterer Forschung und Entwicklung.


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Letzte Änderung 16.09.2015