Jahrbuch Wald und Holz

Inhalt: Das Jahrbuch Wald und Holz wird vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) verfasst und herausgegeben. Es informiert ausführlich über die Waldressourcen, die Holznutzung, die Leistungen und Produkte des Waldes, die Zertifizierung, die Holzverarbeitung und den Handel mit Holz und Holzprodukten der Schweiz. Die meisten Daten stammen aus Erhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) und des BAFU.

Zusammenfassung: Dieses Jahrbuch beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen des Schweizer Walds. Im Folgenden ist die Bestandesaufnahme für ausgesuchte Teilbereiche aufgezeigt.
Waldfläche und Holzvorrat: In der Schweiz sind gut 30 % der Fläche bewaldet. Insgesamt umfasst die gesamte Waldfläche der Schweiz gemäss Forststatistik 1'255’141 ha. Davon sind 71% im Besitz der öffentlichen Hand. Auf der vom dritten Schweizerischen Landesforstinventar erhobenen Waldfläche beträgt der gesamte Holzvorrat aller lebenden und toten Bäumen 427 Millionen Kubikmeter. Der durchschnittliche Gesamtvorrat hat seit der letzten Erhebung im 1993/1995 von 360 m³/ha auf 364m³/ha leicht zugenommen. Diese Werte liegen in derselben Grössenordnung wie in vergleichbaren europäischen Regionen. In den meisten Kantonen hat die Holzernte abgenommen. Als grosse Ausnahme sticht der Gebirgskanton Graubünden mit einer Zunahme von 10 % heraus.
Biologische Vielfalt: Generelle Aussagen über die Biodiversität im Schweizer Wald zu machen ist aufgrund der Vielzahl von Waldtypen und Ökosystemen unmöglich. Die Entwicklungen bezüglich Biodiversität weisen aber teilweise erfreuliche Tendenzen auf. Heute hat der Naturschutz auf 7% der Waldfläche Vorrang vor anderen Waldfunktionen. Die Waldnaturschutzinventare der Kantone zeigen aber, dass im Durchschnitt etwa 20 % der Waldfläche ökologisch besonders wertvoll ist.
Holzenergienutzung: Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Holzenergienutzung haben sich stark verändert. Gegenüber 2008 stehen fünf Mal mehr Fördermittel zur Verfügung. 2009 werden rund 7’290 GWh Nutzenergie mit Holz erzeugt, was einer witterungsbereinigten Steigerung von 4.3% im Vergleich gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit Holz wird vor allem Wärme produziert, nämlich 6’980 GWh nutzbare Wärme. Daneben fällt in Spezialfeuerungen und WKK-Anlagen 307 GWh Strom an.


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Letzte Änderung 16.09.2015