11 Holzenergie-Symposium: Potenzial und Technik zur Holzenergie-Nutzung.

Tagung an der ETH Zürich am 17. September 2010, Verenum Zürich 2010

Inhalt: Das 11. Holzenergie-Symposium widmete sich der Frage nach dem Potenzial an Holz und den Strategien zu dessen Nutzung. In verschiedenen Inputs beleuchten führende Experten verschiedene Aspekte zur Holznutzung in der Schweiz. Die Schwerpunkte lagen dabei auf den Techniken zur Verminderung der Feinstaubemissionen.

Zusammenfassung: In einem ersten Inputs Kit Prins hat als ehemaliger Experte bei der UNECE/FAO profunde Kenntnis der Holzmärkte in Europa und beschreibt, wie viel Holz zur Verfügung steht und wie dies sinnvoll genutzt werden kann. Die spezifische Situation der Schweiz wird von Rolf Manser vom Bundesamt für Umwelt beleuchtet, während die am Markt als Nutzer auftretenden Akteure den Holzbedarf für die Bereiche Industrie, Elektrizität und Wärmeerzeugung aufzeigen. Diese Bestandesaufnahme dient als Basis zur Diskussion, welche Nutzungsarten zu unterstützen sind und wie ökologisch oder ökonomisch nachteilige Konkurrenzsituationen vermieden werden können. Herr Streiff, Vertreter der Holzindustrie Schweiz, beleuchtet die Thematik aus der Perspektive der Sägeindustrie als Versorger der Papier und Holzwerkstoff Industrie. Bedarf an Energieholz zur Stromerzeugung wird von Herrn Elber, Geschäftsführer Axpo Holz + Energie AG, erläutert. Er streicht heraus, dass das Energieholz-Angebot ein wichtiger limitierender Faktor für Anlagen zur Stromerzeugung ist und spricht sich dafür aus, dass eine differenzierte Holznutzung angestrebt werden soll. Hans-Jürg Schmid, Präsident SFIH Holzfeuerungen Schweiz illustriert Strategie zur der Energieholznutzung von Holzfeuerungen. Diese besteht im Wesentlichen in der Erstellung von dezentralen Kleinanlagen, um das noch vorhandene Potential bei Waldholz dort einzusetzen, wo es anfällt. Ein Nachteil der heutigen Holzenergienutzung betrifft ihr Beitrag zum Feinstaub, weshalb die Techniken zu deren Verminderung ein festes Thema der Tagung sind. Als Einführung in die Thematik beschreibt Prof. Dr. Urs Baltensperger das Verhalten der Schadstoffe in der Atmosphäre und leitet daraus Konsequenzen für die Holzenergie ab. Die Emissionsfaktoren von Holzfeuerungen und der Klimaeffekt von Aerosolen aus der Biomasse-Verbrennung werden von Herrn Nussbaumer vorgestellt. Er führt in einem Beitrag aus, dass insgesamt direkte und indirekte kühlende Effekte der Aerosole überwiegen und deshalb für Holzfeuerungen die Luftreinhalteziele von übergeordneter Bedeutung sind. Da Feinstaubabscheider heute ein Bestandteil automatischer Holzheizungen sind, zeigt Prof. Dr. Wolf Schultess auf, wie Mängel bei der Auslegung zu vermeiden sind. Weitere Themen widmen sich dem Einfluss der Betriebsweise auf die Schadstoffemissionen und Wirkungsgrade sowie neuen Konzepten zur effizienten Nutzung von Holz für Wärme und Strom.


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Letzte Änderung 16.09.2015