Nährstoffversorgung im Bio-Ackerbau

Auch im Bio-Landbau ist der klassische Gemischtbetrieb die dominierende Betriebsform. Doch die Anzahl spezialisierter Bio-Ackerbaubetriebe mit knappen eigenen Nährstoffressourcen nimmt zu. Das Fehlen eigener Wirtschaftsdünger und der Ausschluss mineralischer Stickstoffdüngung rückt die Frage nach einer geeigneten Stickstoffquelle in den Mittelpunkt. Diese sollte wirtschaftlich und für die termingerechte Versorgung der Kulturen bestens geeignet sein. Dieser Bericht gibt einen Überblick über mögliche Stickstoffquellen und liefert Anhaltspunkte zu deren Einschätzung.

Nährstoffversorgung im Bio-Ackerbau

Stickstoff darf dem Bio-Betrieb nur in organischer Form zugeführt werden. Auch der Stickstoff aus dem Betriebskreislauf und der mikrobiellen Fixierung liegt grösstenteils in organischer Form vor. Für die Mineralisierung des Stickstoffs kommt deshalb den Mikroorganismen im Boden eine entscheidende Rolle zu. Ein mikrobiologisch aktiver Boden mit guter Struktur bildet somit die wichtigste Voraussetzung für ausreichend ernährte und gesunde Pflanzen. Durch regelmässig durchgeführte Spatenproben lässt sich der Zustand des Bodens überprüfen. Wichtig ist die Fruchtfolge, welche eine Schlüsselrolle im Biob-Betrieb spielt. Von ihrer Gestaltung hängt ab, ob die einzelnen Fruchtfolgekomponenten ausreichend ernährt und Wurzelunkräuter in Schach gehalten werden können. Weiter bringen Zwischenkulturen eine Vielzahl von Vorteilen mit sich. Sie reichern organische Substanz an, lockern die Fruchtfolge auf, stabilisieren die Krümelstruktur und bieten Erosionsschutz.


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Letzte Änderung 16.09.2015