Environmental assessment of biofuels for transporsport and the aspects of land use competition

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Veröffentlichung hat das Institut für Energie- und Umweltforschung aus Heidelberg, Deutschland, über 800 Studien bezüglich der Umweltauswirkungen von verschiedenen Biokraftstoffen untersucht. Da Biokraftstoffe über ihren gesamten Lebenszyklus eine Vielzahl von verschiedenen Umweltauswirkungen haben, ist eine abschliessende, zusammenfassende Bewertung nicht ohne subjektive Wertungen realisierbar. Die Biotreibstoffherstellung steht zudem in Konkurrenz zur stationären Nutzung von Biomasse.

Environmental assessment of biofuels for transporsport and the aspects of land use competition

Auf einer breiten Datengrundlage von über 800 internationalen Studien wurden Ökobilanzen für alle bekannten Biotreibstoffe erstellt. Um umfassende Aussagen zu erhalten, wurden nur Studien berücksichtigt, welche die ISO Normen 14040 und 14044 erfüllen. Dementsprechend werden die Biotreibstoffe sowie fossile Treibstoffe über Ihren gesamten Lebensweg betrachtet, also von der Rohstoffbereitstellung bis zur Verbrennung, inklusive aller Umweltauswirkungen und Nebenprodukte. Anschliessend werden die Umweltauswirkungen in fünf Wirkungskategorien zusammengefasst und die verschiedenen Biotreibstoffe mit ihren fossilen Äquivalenten individuell verglichen. In den meisten Fällen schneiden Biotreibstoffe bei der Energie- sowie der Treibhausgasbilanz besser ab als fossile Treibstoffe. Allerdings sind die negativen Umweltauswirkungen von Biotreibstoffen in den Kategorien Versäuerung, Eutrophierung und Ozonabbau grösser.

Ohne subjektive Bewertung der einzelnen Wirkungskategorien ist keine abschiessende Aussage machbar. Hinzu kommt, dass eine grosse Menge gespeicherter Kohlenstoff in Böden durch Landnutzungsänderung langfristig freigesetzt wird und somit die Treibhausgasbilanz stark beeinflussen kann. Insbesondere Biomasse, welche auf tropischen Böden angebaut wird kann dazu führen, dass die Treibhausgasbilanz von den entsprechenden Biokraftstoffen negativ ausfällt. Die Auswirkungen der Landnutzungsänderung werden noch nicht genügend berücksichtigt. Zukünftige Studien sollten laut den Autoren zudem die Auswirkungen der konkurrierenden Landnutzungen (z.B. Nahrungsmittelproduktion) sowie die konkurrierenden Biomassenutzungen (z.B. Brennholz) untersuchen.


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Letzte Änderung 16.09.2015