Emissionen und Effizienz bei modernen Biomassefeuerungen

Der Fachartikel beschreibt den technologischen Stand von Heizkesseln für biogene Brennstoffe in Österreich. Es wird dargelegt, welche konstruktionstechnischen Herausforderungen in der Vergangenheit gemeistert wurden und wo noch Bedarf für die Weiterentwicklung von Heizkesseln für biogene Brennstoffe herrscht. Insbesondere bei der Bewältigung des realen Alltagsbetriebes sind sowohl Wirkungsgrade als auch Schadstoffemissionen der Verbrennung zu optimieren.

Emissionen und Effizienz bei modernen Biomassefeuerungen

In Österreich werden Heizkessel für biogene Brennstoffe bereits seit den 1980er-Jahren im Rahmen von Typenprüfungen Emission- und Wirkungsgradmessungen überprüft. Diese Untersuchungen belegen, dass die Nutzungsgrade der in Österreich eingesetzten Heizkessel kontinuierlich zugenommen und die Schadstoffemissionen abgenommen haben. Da die heutige Feuerungstechnik unter bestehenden Prüfungsbedingungen kaum verbesserbar ist, befinden sich die Emissionen seit Jahren auf einem konstant niedrigen Niveau. Messungen im Feld weichen allerdings stark von den Prüfungsergebnissen der standardisierten Untersuchungen ab. Neben Überdimensionierung und mangelhafter hydraulischer Einbindung liegt die Hauptursache in einer mangelnden Modulierbarkeit der Leistung.

Deshalb sind neue Prüfverfahren mit Lastenzyklen anzuwenden um eine realitätsnahe Abbildung des Verhaltes von Biomassenkesseln zu erhalten. Hier unterscheiden sich gut modulationsfähige Pelletkessel von anderen, da sie auch unter modellierten Feldbedingungen immer noch hohe Wirkungsgrade von über 85% erzielen und geringe Emissionen aufweisen. Deshalb sind Jahresnutzungsgrad-Tests als neue Referenzmethode zur Weiterentwicklung von Pelletheizungen einzuführen.


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Letzte Änderung 16.09.2015