Biomethan im Energiesystem

Ökologische und ökonomische Bewertung von Aufbereitungsverfahren und Nutzungsoptionen

Inhalt:

Inhalt dieser Studie ist die ökologische und ökonomische Untersuchung verschiedener Verfahren zur Biogasaufbereitung. Die Studie zeigt auf, welche Verfahren sich bei welchen Rahmenbedingungen besonders eignen und inwiefern die Aufbereitung vorteilhaft gegenüber der Vor-Ort-Verstromung von Biogas ist.

Zusammenfassung:

Zu Biomethan aufbereitetes Biogas kann wichtige Funktionen im Energiesystem übernehmen, zum Beispiel Regelleistung im Stromnetz bereitstellen oder als Kraftstoffalternative eingesetzt werden. Gegenüber Biogas weist es den Vorteil auf, dass es ins vorhandene Gasnetz eingespeist, dort gespeichert und zu geeigneten Nutzern transportiert werden kann. Die verschiedenen Verfahren zur Aufbereitung von Biogas zu Biomethan werden einander gegenübergestellt. Durchleuchtet werden die Aminwäsche, Druckwechseladsorption (PSA), Druckwasserwäsche (DWW), Membrantrennverfahren sowie ein innovatives Verfahren, welches mit dem Einsatz von Membrankontaktoren funktioniert.

Die Studie zeigt, dass sich die Treibhausgas-Emissionen, die durch Biogaserzeugung und -aufbereitung entstehen, nur geringfügig zwischen den Verfahren unterscheiden.

Gemäss Studie sind die am Markt verfügbaren Aufbereitungsverfahren in der Lage kostendeckend zu arbeiten. Druckwechseladsorption und Membrantrennverfahren sind mit zunehmender Anlagegrösse vergleichsweise profitabler, da die Grössenvorteile stärker als bei den anderen Verfahren ins Gewicht fallen.

Aus regionaler Perspektive können Wertschöpfung und Beschäftigung Argumente für die Unterstützung von Biogasaufbereitungsanlagen sein. Dabei spielen, gemäss den Untersuchungen in der vorliegenden Studie, die Betreibergewinne und die Effekte in den Wertschöpfungsstufen Anlagenproduktion, -planung und -installation die grösste Rolle.


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Letzte Änderung 05.09.2016