Potenziale einer biobasierten Wirtschaft

Dieser Bericht gibt einen Überblick über Produktion, Handel und Verwendung von Produkten aus Land‐ und Forstwirtschaft sowie aus Fischerei und Aquakultur zu geben in Deutschland. Zudem werden zukünftige Potenziale sowie Möglichkeiten, Rest‐ bzw. Abfallstoffe energetisch zu verwerten, bewertet.

Potenziale einer biobasierten Wirtschaft

Die deutsche Bundesregierung will in ihrer Strategie zur Förderung der Bioökonomie in Deutschland mit nachwachsenden Ressourcen die Abhängigkeit von Öl vermindern. Zur Bioökonomie zählen alle Wirtschaftsbereiche, die nachwachsende Rohstoffe erzeugen, verarbeiten und handeln. Nachwachsende Rohstoffe werden vornehmlich von der Land‐ und Forstwirtschaft sowie der Fischerei und Aquakultur zur Verfügung gestellt.

Auf rund 10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzungsfläche in Deutschland werden nachwachsende Rohstoffe angebaut, hauptsächlich Energiepflanzen, insbesondere Raps für Biodiesel und Pflanzen für Biogas. Das Energiepotenzial aus Rest- und Abfallstoffen aus der Landwirtschaft wird als relativ gering eingeschätzt. Sehr unterschiedlich wird hingegen das energetische Potenzial für Abfälle der Fleischproduktion und -verarbeitung bewertet, hier gehen die Schätzungen sehr weit auseinander.

Abfälle und Nebenprodukte der Fischerei können vollständig zur Herstellung von Fischmehl und Fischöl verwendet werden und dienen wieder als Nahrungsmittel, stehen aber nicht für energetische Zwecke zur Verfügung.

Bei der Verwendung von Rohholz in Deutschland entfallen rund drei Fünftel auf die stoffliche Nutzung, zwei Fünftel auf die energetische Verwertung. Letztere ist in den vergangenen Jahren vor allem in privaten Haushalten stark gestiegen. Die Nutzungspotenziale von Holz in Deutschland sind aber weitgehend ausgeschöpft oder unterliegen Restriktionen aus Gründen des Naturschutzes.


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Letzte Änderung 06.09.2016