Leistungssteigerung der Vergärung von Rindergülle zu Biogas durch innovative Vorbehandlung und neuartige Reaktorsysteme

Der Bericht beschreibt unterschiedliche Ansätze zur Abtrennung und separaten Vorbehandlung von Feststoffen aus Rindergülle, welche im Rahmen des Forschungsprojekts LEVER zwischen 2014-2016 untersucht und bewertet wurden. zu ausgewählten Vorbehandlungsverfahren wurden zudem Laborversuche durchgeführt. Die Resultate sind im Bericht aufgeführt. Des Weiteren werden Empfehlungen zur verbesserten Ausnutzung des energetischen Potenzials des Hofdüngeranfalls in der Schweiz formuliert.

Leistungssteigerung der Vergärung von Rindergülle zu Biogas durch innovative Vorbehandlung und neuartige Reaktorsysteme

Schweizer Rindergülle besitzt ein hohes nachhaltiges Primärenergiepotential (ca. 30 PJ), das in Biogasanlagen aufgrund der schlechten Zugänglichkeit der Feststofffraktionen nur zu ca. 35% genutzt wird. Dieser Ausnutzungsgrad kann durch eine geeignete Vorbehandlung erhöht werden. Im Forschungsprojekt LEVER wurden thermisch-mechanische (Trocknen/Mahlen), elektro-physikalische (Elektronenstrahlung), thermochemische (Dampfexplosion) sowie biochemische (enzymatische Hydrolyse) und mikrobiologische Vorbehandlungsmethoden untersucht und bewertet.

Die Hälfte des Primärenergiepotentials von Rindergülle ist in den Feststoffen fixiert. Zwei Vorbehandlungsmethoden ermöglichen es, dieses Potential abzuschöpfen. Die Steam explosion Methode bei 160-170 °C führt zu einer um 20%, kombiniert mit einer enzymatischen Behandlung um bis zu 35% erhöhten Methanproduktion. Die mehrwöchige essigsaure Co-Silierung von Güllefeststoffen mit Zuckerrüben führt zu einer Steigerung der Methanausbeute um bis zu 35%. Als Grundsubstrat für die Co-Silage ist z.B. auch Gras geeignet.


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Letzte Änderung 17.01.2017