Untersuchungen zu klimarelevanten Emissionen bei Anlagen zur Bioabfallbehandlung als Kriterium einer hochwertigen Verwertung

Inhalt:

In dieser Studie wurden Treibhausgasemissionen von Bioabfallverwertungsanlagen erhoben. Auf dieser Basis wurde anschliessend eine Bewertung der Klimarelevanz der unterschiedlichen Technologien zur Verwertung von Bioabfall durchgeführt.

 

Zusammenfassung:

In sechs unterschiedlichen Anlagen zur Verwertung von Bioabfall wurden die emittierten Treibhausgas-Emissionen mittels einer Kombination aus Messungen und Modellierungen erhoben. Die Resultate wurden in folgenden Einheiten erfasst: mittlere Emissionsrate, Kuhäquivalente (Anz. Kühe) und Emissionsfaktor (pro Input). Als Vergleichsgrösse zur Einordnung der Emissionen wurde die Methanemission von Rinder herangezogen. Im Vergleich mit Methanemissionen aus der Rinderhaltung sind die Emissionen aus Bioabfallbehandlungsanlagen minimal bis moderat.

Für eine Abschätzung der Klimarelevanz von Bioabfallbehandlungsanlagen ist die Quantifizierung der totalen Methanemissionen der Anlage ausreichend. Bisher gibt es aber keine einheitliche Richtlinie, wie diese Emissionen zu bestimmen sind. Die Resultate bezüglich Klimarelevanz ergeben, dass Vergärungsanlagen aufgrund der hohen Biogaserträge besser abschneiden als Kompostierungsanlagen. Dies bedeutet, dass pro Tonne vergärtem Bioabfall mehr CO2 eingespart kann als bei kompostiertem Bioabfall. Eine Kaskadennutzung aus Vergärung und Kompostierung ist einer reinen Kompostierung vorzuziehen.


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Letzte Änderung 13.09.2017