Flexibilisierung von Biogasanlagen in Deutschland

Ein Überblick zu technischen Ansätzen, rechtlichem Rahmen und Bedeutung für das Energiesystem

Dieses Hintergrundpapier gibt einen Überblick über die technischen Ansätze zur Flexibilisierung von Biogasanlagen in Deutschland. Der rechtliche Rahmen und die Bedeutung für das Energiesystem der Flexibilisierung von Biogasanlagen in Deutschland wird aufgezeigt.

Flexibilisierung von Biogasanlagen in Deutschland

Die Flexibilisierung der Stromproduktion spielt eine immer wichtigere Rolle für den Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energiesystemen. Die Flexibilität von Biogasanlagen wird in Deutschland seit 2012 im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) durch Prämien erfolgreich gefördert. Verschiedene technische Optionen entlang der Verwertungs- und Produktionskette stehen zur Flexibilisierung zur Verfügung: Einerseits kann die Blockheizkraftwerk- und Gasspeicherkapazität erweitert werden. Andererseits lässt sich durch die Gasaufbereitung Biomethan herstellen und ins Erdgasnetz einspeisen. Weiter kann eine Sektorkopplung durch Power-to-Heat und Power-to-Gas entstehen.

Die Flexibilitätsprämie soll einen Anreiz für zusätzlich installierte elektrische Leistung und eine bedarfsorientierte Stromerzeugung schaffen. Dieser zusätzliche Anreiz ist nötig, denn die durchschnittlichen Grossmarktpreise für Strom liegen deutlich unter den Gestehungskosten von Strom aus Biogasanalgen. In Zahlen ausgedrückt, erhält ein Betreiber einer Biogasanlage für die zusätzliche Leistung, die er für einen flexiblen Betrieb einsetzt 130 Euro pro Kilowatt und Jahr.


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Dernière modification 16/01/18