Bewertung konkreter Massnahmen einer weitergehenden Phosphorrückgewinnung aus relevanten Stoffströmen sowie zum effizienten Phosphoreinsatz

Schwerpunkte des Berichts bilden das Einsparpotenzial von Phosphor in Produkten und als Düngemittel in der Landwirtschaft. Zudem werden Verfahren zur Phosphorrückgewinnung identifiziert und bewertet, die Kosten und der Energieaufwand der Verfahren dargestellt sowie mögliche Umstellungen der Kläranlagen in Bezug auf eine erleichtere Phosphorrückgewinnung geprüft.

Bewertung konkreter Massnahmen einer weitergehenden Phosphorrückgewinnung aus relevanten Stoffströmen sowie zum effizienten Phosphoreinsatz

Phosphor wird industriell in Form von Phosphaterz in Lagerstätten abgebaut und ist in der Landwirtschaft als Dünger nicht substituierbar. Deshalb ist eine Rückgewinnung von Phosphor sowie Kreislaufführung erforderlich.
Phosophor findet zum überwiegenden Grossteil Verwendung in der Landwirtschaft, wo somit auch die grössten Einsparungspotentiale liegen. Aufgrund des aktuellen Versorgungsstatus der Böden kann Phosphor in Deutschland sowohl durch Reduzierung als auch durch eine regionale Umverteilung von Nährstoffen eingespart werden, da ein beachtlicher Anteil der Böden hoch bzw. sehr hoch mit Phosphor versorgt ist. Die grössten Einsparungen erfolgen zurzeit durch den Abbau von, über die letzten Jahrzehnte angehäuften, Bodenvorräten. In den nächsten 50 bis 100 Jahren werden diese Vorräte erschöpft sein, sodass die folgenden Generationen wieder mehr Phosphor düngen müssen, um die Phosphor-Bilanzen (Phosphor-Düngung minus Phosphor-Entzug) auszugleichen.
Trotz der geringen anderweitigen Einsatzmöglichkeiten von Phosphor können auch ausserhalb der Landwirtschaft Einsparpotentiale identifiziert werden. Bei Geschirrspülmaschinenmitteln kann ein Teil des Phosphors substituiert werden und auch bei Prozessen in der Metallbearbeitung kann mit neuen Verfahren die Verwendung des Elements reduziert werden.
Bei der Rückgewinnung aus Klärschlammasche können bis zu 90 % des enthaltenen Phosphors wieder rezykliert werden, was zu einer erheblichen Verbesserung der Energie- und Klimabilanz führt. Da aber eine Rückgewinnung aus Klärschlammasche derzeit noch nicht wirtschaftlich ist, aber der enthaltene Phosphor eine wertvolle Ressource darstellt, sollten Klärschlammaschen separat gelagert werden, um eine spätere Phosphorrückgewinnung zu ermöglichen


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Letzte Änderung 30.11.2018