Ökologische Innovationspolitik - Mehr Ressourceneffizienz und Klimaschutz durch nachhaltige stoffliche Nutzungen von Biomasse

Langfassung

Im Auftrag des deutschen Umweltbundesamts werden die Auswirkungen von stofflicher Biomassenutzung auf die Ressourcen- und Klimaschutzziele Deutschlands analysiert sowie Vorschläge für die politischen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige, ressourcenschonende Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen entwickelt.

Ökologische Innovationspolitik - Mehr Ressourceneffizienz und Klimaschutz durch nachhaltige stoffliche Nutzungen von Biomasse

Die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe hat das Potenzial, positive ökologische und volkswirtschaftliche Effekte zu erzielen. Um dieses Potenzial zu entfalten, muss der Anteil der stofflich genutzten nachwachsenden Rohstoffe erhöht werden, was nur bei veränderten politischen Rahmenbedingungen möglich sein wird. Die vorliegende, umfassende Hemmnis-Analyse zeigt auf, dass es über fünfzig Barrieren für eine konsequente stoffliche Nutzung gibt.
Vier Szenarien zeigen wie stark die stoffliche und energetische Nutzung an den Anbauflächen von Biomasse von den zukünftigen politischen Rahmenbedingungen abhängt. Je nach Szenario variiert der Anteil stofflicher Nutzung zwischen 15 % und 90 %.
Die Ergebnisse der Untersuchung deuten darauf hin, dass eine Gleichbehandlung – wenn nicht sogar Bevorzugung – der stofflichen gegenüber der energetischen Nutzung geboten ist, um die ökologischen und volkswirtschaftlichen Potenziale der stofflichen Nutzung realisieren und die begrenzte Biomasse optimal nutzen zu können. Die Autoren empfehlen daher, die momentane Bevorzugung der energetischen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen so schnell wie möglich zu beenden.


Zum Seitenanfang
Letzte Änderung 30.11.2018