Anreize für eine energetische und/oder stoffliche Verwertung von Biomasse aus der Strassenrand- und Böschungspflege im Kanton Bern

Dieser Bericht thematisiert Anreize und Optimierungsvorschläge zur energetischen Nutzung der Biomasseabfälle, welche beim Unterhalt von Verkehrsachsen im Kanton Bern anfallen.

  • Herausgeber: Eidg. Technische Hochschule Zürich (ETHZ); Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)
  • Jahr: 2017
  • Seitenzahl: 93
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Anreize für eine energetische und/oder stoffliche Verwertung von Biomasse aus der Strassenrand- und Böschungspflege im Kanton Bern

Die Schweizer Energiestrategie 2050 sieht die Förderung "neuer" erneuerbarer Energien vor, wozu auch die Biomasse gehört. Neben dem etablierten Energieträger Holz können auch nicht verholzte Biomasse wie Rasenschnitt, Gülle, biogene Haushalts- und Industrieabfälle energetisch verwertet werden. Bei der Pflege von Strassenrändern- sowie Böschungen fallen erhebliche Menge nicht verholzter Biomasse an.

Mithilfe einer Umfrage und Experteninterviews mit Strasseninspektoren, die für die Kantonsstrassenrand- und Böschungspflege verantwortlich sind, wurden detaillierte Informationen eingeholt. Im Kanton Bern wird derzeit knapp ein Viertel des anfallenden Schnittguts stofflich oder energetisch verwertet. Als Hauptgrund für die nur teilweise energetische und stoffliche Verwertung gelten die strengen Budgetvorgaben des Kantons.

Handlungsoptionen, die zu einer vermehrten Zuführung des Strassenbegleitgrüns zur energetischen und/oder stofflichen Verwertung führen, bestehen in den Bereichen Organisation, Unterhaltspraxis und Anlagentechnik. Im zuletzt genannten Bereich sind gemäss Bericht der Bau von werkhofseigenen Kleinbiogasanlagen auf Basis der Trockenfermentation oder von Feldrandkompostieranlagen sinnvolle Optionen, um die energetische und/oder stoffliche Nutzung des Schnittguts zu erhöhen.


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Letzte Änderung 01.12.2018