Altholzpotenziale der Schweiz für die energetische Nutzung

Ergebnisse einer Vollerhebung

Das Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft analysiert in diesem Bericht die aktuelle Nutzung von Altholz in der Schweiz und stellt dem die möglichen Potentiale gegenüber.

Altholzpotenziale der Schweiz für die energetische Nutzung

Altholz ist ein begehrter Rohstoff und fällt dort an, wo Holzprodukte das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. In der Schweiz wird der weitaus grösste Anteil energetisch und kleinere Mengen stofflich zur Herstellung von Spanplatten genutzt. Zudem gibt es einen regen Handel mit dem Rohstoff.

Basierend auf einer erstmals durchgeführten Vollerhebung werden das Altholzaufkommen, die Altholzflüsse und insbesondere die energetischen Nutzungen von Altholz in der Schweiz untersucht. Die gesamte Altholzmenge betrug 2014 knapp eine Million Tonnen. Zudem trug Altholz 2014 zu einem Viertel zur Energieproduktion aus verholzter Biomasse bei.

Das grösste theoretische und nachhaltige Potenzial für die energetische Nutzung ergaben sich im Kanton Bern. Davon werden aktuell jedoch bereits grosse Mengen lokal genutzt. Zusätzliche Potentiale, zu den bereits genutzten Mengen, ergeben sich hauptsächlich in den Kantonen St. Gallen, Solothurn, Luzern, Basel-Land und Zürich.

Aus Gründen des Klimaschutzes sind jedoch vor einer energetischen Verwertung zusätzlich eine oder mehrere stoffliche Nutzungen anzustreben (Kaskadennutzung). Diese kaskadische Nutzung findet heute aber in der Schweiz praktisch nicht statt. Im Inland wurde 2014 das meiste Altholz (99 %) direkt einer energetischen Nutzung zugeführt und nur gut 1 Prozent stofflich genutzt.


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Letzte Änderung 25.02.2019