Algen

Das grüne Gold der Zukunft

Als Teil der österreichischen Klimaschutzinitiative «klimaaktiv» werden in diesem Bericht die Gewinnung sowie Nutzung von Algen genauer beschrieben.

Algen

Aufgrund begrenzter Ackerflächen wird die Produktion von Algenbiomasse zur Deckung der steigenden Nachfragen nach Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen immer attraktiver. Grundsätzlich kann zwischen Makro- und Mikroalgen unterschieden werden. Während die makroskopischen – bis zu 60 Meter langen – Rot-, Braun- und Grünalgen meeresbodengebunden wachsen, leben die nur wenige Mikrometer grossen Mikroalgen meist freischwebend in Seen, Flüssen, Teichen und Meeren.

Die Produktion von Algen kann in offenen Teichsystemen («Open Pond» Systeme) oder in geschlossenen Systemen erfolgen. Erstere sind offene Becken und benötigen ganzjährig warmes Klima. In geschlossenen Systemen können Umwelteinwirkungen besser reguliert werden: In Photobioreaktoren (durchsichtige Rohr- oder Plattensysteme) werden die Mikroalgen Licht ausgesetzt und mittels Eintrags von Gas durchmischt. Durch eine vertikale Bauweise kann in geschlossenen Systemen der Ertrag auf gleicher Fläche erhöht werden.

Grosstechnisches Potential wird vor allem den Mikroalgen zugeschrieben. Derzeit sind 40.000 unterschiedliche Spezies bekannt, von denen derzeit etwa zehn wirtschaftlich genutzt werden. Durch die enormen Stoffwechselleistungen und die vielfältigen Anbaumöglichkeiten können Mikroalgen in zahlreichen Einsatzgebieten mit hohen Marktpotentialen eingesetzt werden:

  • Nahrungsmittel, Futter- und Lebensmittelzusatzstoffe
  • Essenzielle Fettsäuren, Aminosäuren und Vitamine
  • Farbpigmente – Energie aus Algenbiomasse
  • Algen als Düngemittel
  • Kosmetika und pharmakologisch wirksame Stoffe
  • Produktion von Biokunststoffen

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Letzte Änderung 25.02.2019