Zu hoher Ammoniakverlust aus Güllelagern

Der Artikel zu Ammoniakverlusten aus Güllelagern ist im Informationsbulletin «Zürcher Umweltpraxis» (ZUP) der Umweltschutzverwaltung des Kantons Zürich erschienen. Der Artikel diskutiert die Problematik der Ammoniakemissionen und stellt eine eingeführte Massnahme des Kantons Zürich zur Reduktion der Emissionen vor: die Abdeckung neuer Güllelager.

Zu hoher Ammoniakverlust aus Güllelagern

 

In der Landwirtschaft entweicht Ammoniak im Stall und bei der Lagerung und Ausbringung von Gülle. Das Ammoniak trägt zur Feinstaubbildung bei und führt zu erhöhten Konzentrationen von reaktivem Stickstoff in der Atmosphäre. Dieser kann negative Auswirkungen auf Ökosysteme haben. Durch den zusätzlichen Stickstoffeintrag verändert sich das natürliche Gleichgewicht und die Artenvielfalt verringert sich.

Zwei Drittel des reaktiven Stickstoffs entstehen durch Ammoniak-Emissionen in der Landwirtschaft. Besonders hohe Ammoniak-Emissionen entstehen durch Aufrühren der Gülle oder erhöhte Temperaturen aufgrund von heissem Wetter im Sommer. Das Ziel der Bundesämter für Umwelt und Landwirtschaft ist eine Reduktion der Stickstoff-Emissionen in der Schweiz auf 25'000 Tonnen pro Jahr. Dies entspricht etwa einer Halbierung der Emissionen gegenüber dem Jahr 2014.

Um die Ammoniak-Emissionen in der Landwirtschaft zu reduzieren, hat der Kanton Zürich verschiedene Massnahmen ergriffen. Eine seit 2018 verpflichtende Massnahme des Kantons Zürich ist die Abdeckung von neu gebauten Güllelagern. Die Ammoniak-Emissionen aus den Güllelagern können so um bis zu 90% reduziert werden. Die Abdeckung von neuen und bestehenden Güllelagern wird mit Subventionen gefördert.


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Letzte Änderung 20.01.2020