Plastikströme in der Schweizer Landwirtschaft und ihr Risikopotenzial für Böden

Der Bericht «Plastikströme in der Schweizer Landwirtschaft und ihr Risikopotenzial für Böden» wurde gemeinsam von Agroscope und der Empa veröffentlicht. Er schätzt mittels einer Stoffflussanalyse die Plastikmenge ab, mit welcher auf Schweizer landwirtschaftlichen Nutzflächen jährlich zu rechnen ist. Anschliessend wird die daraus resultierende Plastikkonzentration und deren Risikopotenzial für Böden und Bodenorganismen abgeschätzt.

Plastikströme in der Schweizer Landwirtschaft und ihr Risikopotenzial für Böden

Plastik wird häufig und vielfältig als Hilfsmittel in der Landwirtschaft eingesetzt. Zusammen mit Littering und Fremdstoffen aus Düngern gelangen relevante Mengen von Plastik auf landwirtschaftliche Nutzflächen. Diese Studie schätzt mittels einer Stoffanalyse diese Menge von Plastik auf 16'000 Tonnen jährlich. Von jener Menge verbleiben circa 1% in den Böden. Die erhöhte Konzentration von Plastik in landwirtschaftlichen Böden kann für Bodenorganismen problematisch werden, was sich wiederum negativ auf die Produktivität auf die Böden auswirken kann. Aufgrund der relativ geringen Plastikkonzentration in Böden gehen die Autoren der Studie aktuell nicht von einem Risiko für Bodenorganismen aus. Sie empfehlen allerdings die Durchführung von vertieften ökotoxikologischen Abklärungen, bei gleichzeitiger Reduktion von Plastikverwendung auf landwirtschaftlichen Böden.

 


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Letzte Änderung 28.04.2021