Phosphorgewinnung aus Abwasser

Das Faktenblatt «Phosphorgewinnung aus Abwasser» wurde 2019 vom Amt für Wasser und Energie des Kantons St. Gallen veröffentlicht. Es gibt einen groben Überblick über die Bedeutung von Phosphor und die Notwendigkeit der Rückgewinnung dieser begrenzten Ressource. 

  • Herausgeber: Kanton St. Gallen Amt für Wasser und Energie
  • Jahr: 2019
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  • Hits: 2003
Phosphorgewinnung aus Abwasser

 

Phosphor ist ein lebenswichtiger Rohstoff für Pflanzen, Tiere und Menschen. Die beschränkte Ressource wird in der Schweiz heute zwar in der Form von Mist und Gülle wiederverwertet, aus Klärschlämmen wird sie dagegen nicht zurückgewonnen. Der ungedeckte Phosphorbedarf von landwirtschaftlichen Böden wird als Kunstdünger importiert.

Um die Abhängigkeit von Importen zu verringern schreibt die Abfallverordnung (VVEA) ab 2026 die Phosphorrückgewinnung aus Abwasser, bzw. Klärschlamm vor. Das Faktenblatt geht daher auf verschiedene Verfahren der Phosphorrückgewinnung ein, sowie die Wirtschaftlichkeit des Prozesses und die Qualitätsanforderungen an Phosphor-Dünger.

Eine kurze Analyse zeigt, dass das Potential für Phosphorrückgewinnung in der Schweiz gross ist und der jährlich zurückgewinnbare Phosphor sogar die heute jährlich importierte Menge übersteigen kann. Da die Nachbarländer der Schweiz das Phosphorrecycling später einführen werden, kann die Schweiz in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen.

Abschliessend wird auf die aktuelle Situation im Kanton St. Gallen eingegangen und das Projekt «Swiss Phosphor» vorgestellt, welches der Bund zusammen mit den Kantonen Anfang 2019 gestartet hat. In dem Projekt sollen offene Fragen zum Thema Phosphorrecycling behandelt und beantworten werden.


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Letzte Änderung 28.04.2021